Der Mann auf der Insel

 

Es lebte einmal ein Mann auf einer kleinen Insel.

Eines Tages spürte er, dass die Insel unter ihm zitterte.

 

“Sollte ich vielleicht etwas tun?” dachte er. Aber als die Insel zu zittern aufhörte, beschloss er, erst einmal abzuwarten.

Wenig später brach ein Stück der Küste und fiel tosend ins Meer. Der Mann war beunruhigt.

“sollte ich vielleicht etwas tun?” dachte er. Da er aber auch gut ohne das Stück leben konnte, beschloss er, weiter abzuwarten.

Kurz danach fiel ein zweites Stück seiner Insel ins Meer. Der Mann erschrak nun heftiger.

“Sollte ich vielleicht etwas tun?” dachte er. Doch als nichts weiter passierte, beschloss er, noch immer abzuwarten.

“Bis jetzt” sagte er sich, “ist ja alles gut gegangen.”

Es dauerte nicht lange, da versank die ganze Insel im Meer und mit ihr der Mann, der sie bewohnt hatte.

“Vielleicht hätte ich doch etwas tun sollen.” war sein letzter Gedanke, bevor er ertrank.

Nach Franz Hohler,
leicht umgeschrieben

 

Diese kleine Geschichte ist mir vor kurzem zu-gefallen.  Handeln nicht auch wir oft wie der Mann auf der Insel? Etwas erschüttert unser Leben und wir fragen uns, warum gerade uns dies  passiert.

Wenn wir uns bereits mit dem „Gesetz der Resonanz und den Lebensgesetzen“ beschäftigen und auseinandersetzen, stellen wir uns vielleicht die Frage, ob wir allenfalls etwas tun und oder verändern müssten.


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